Brustkrebs ist eine häufige und potentiell zum Tode führende
Erkrankung von Frauen. Da die Heilungschancen um so schlechter
sind je fortgeschrittener die Erkrankung bei der Erstdiagnose
ist, müssen alle Bemühungen auf die frühestmögliche Erkennung
der Brustkrebserkrankung abzielen.
Blinde
trainieren in Ermangelung ihres Gesichtssinns das verbleibende
Sensorium intensiver und dürften infolge dessen auch über ein
größeres Spektrum an wahrnehmbaren Sinnesqualitäten beim Hören,
Riechen, Schmecken und Tasten verfügen.
Die
besondere Tastfähigkeit sollte dazu nutzbar sein, den diffizilen
und komplexen Untersuchungsgang der Palpation der weiblichen
Brust besser und sicherer als Sehende durchzuführen, um damit
die Diagnose einer pathologischen Brustveränderung früher zu
ermöglichen.
Diese Überlegungen brachten uns
dazu, ein neues Berufsfeld für blinde Frauen anzudenken, das der
„Medizinischen Tastuntersucherin – MTU“.
Das
erste Projekt „discovering hands®“ hatte das Ziel, die Voraussetzungen
zur Anerkennung dieses Tätigkeitsfeldes zu schaffen.
In einem weiteren Schritt werden nun die
Voraussetzungen für eine Ausbildung der Ausbilder auf nationaler
Ebene geschaffen, um mehr qualifizierte Ausbildungsplätze
anbieten zu können.
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