discovering hands®
Palpationsdiagnostik der weiblichen
Brust durch blinde Frauen
 

Ein Forschungsprojekt zur Verbesserung der Brustkrebsfrüherkennung und zur Schaffung eines neuen Tätigkeitsfeldes für blinde Frauen hat sich weiter etabliert.

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Aktuelles
   
05.09.2010. Tag der offenen Tür, Köln 23.08.10
In enger Zusammenarbeit mit aktiven Partnern im Projekt sind Informationsveranstaltungen und -präsentationen eine wichtige wie interessante Ergänzung, auch zum Kennenlernen der Arbeit der MTU.
Wir möchten Sie daher gerne auf eine solche Informationsveranstaltung im Brustzentrum Hohenlind, Köln am 05. September 2010 hinweisen.

Bitte lesen Sie hier: Brustzentrum Hohenlind

Mehr hierzu in:Programm

Neu ab 20. Juli 2009 20.07.09
Logo MobilOil
Die Betriebskrankenkasse Mobil Oil, Hamburg hat mit sofortiger Wirkung zugesagt, die Idee und die Fortführung von discovering hands® durch die Übernahme der Kosten für seine Mitglieder zu unterstützen. Gleichzeitig wurde mit Unterstützung der BKK Mobil Oil der Patientinnen-Infofolder neu aufgelegt.

Laden Sie hier den aktuellen Flyer im PDF-Format herunter (ca. 1240KB).
   
Folgeprojekt wird gestartet 01.05.09

Im Rahmen der Initiative J.O.B. wird ab 02.05.2009 ein Folgeprojekt mit dem Ziel gestartet, die erweiterten Ausbildungsvoraussetzungen zu entwickeln und die Qualifizierung „Medizinische Tastuntersucherin“ bundesweit zu etablieren Um hierzu ebenfalls ein flächendeckendes Ausbildungsangebot bereitzuhalten, werden im neuen Projekt die Berufsförderungswerke Halle und Mainz, sowie das Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte in Nürnberg eingebunden. Diese Bildungseinrichtungen werden im Rahmen des Projektes die Qualifizierung „MTU“ in ihrer Region publizieren und jeweils 2 MTU ausbilden.

 
Initiative für Ausbildung und Beschäftigung behinderter MenschenBundesministerium für Arbeit und Soziales  
   
Antragsteller:  

Berufsförderungswerk Düren gGmbH
Karl-Arnold-Strasse 132-134
52349 Düren

BFW Düren
   
Projektpartner:  

Dr. Frank Hoffmann
c/o Praxis für Frauen
Gemeinschaftspraxis
Dr. Hoffmann/Hülsenbeck/Bystron/Gözüacik/Holzborn
Friedrich-Ebert Straße 2
47179 Duisburg-Walsum

Praxis für Frauen
   

MV Projekt Ralf Esser
Kassenberg 6
45479 Mülheim an der Ruhr

MV Projekt
   

Berufsförderungswerk Mainz
Lortzingstr. 4
55127 Mainz

Berufsförderungswerk Mainz
   

Berufsförderungswerk Halle gGmbH
Bugenhagenstraße 30
06110 Halle/S.

Berufsförderungswerk Halle/S.
   

Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte
Brieger Straße 21
90471 Nürnberg

Logo BBS 
   
 

Projektthemen:

  1. Implementierung eines bundesweit einheitlichen Weiterbildungskurses für blinde Frauen zur ärztlichen Hilfstätigkeit „Medizinische Tastuntersucherin (MTU). Aufgabe der MTU ist die Durchführung einer präventiven Palpationsdiagnostik der weiblichen Brust anhand der „Discovering Hands“© Methode, eine Methode, die in einem vorherigen Projekt entwickelt wurde.
  2. Verankerung der Beschäftigungsmöglichkeiten für blindenspezifisch qualifizierte blinde Frauen in einem sich wandelnden medizinischen Tätigkeitsfeld.
  3. Beratung der Ärzte/innen und des medizinischen Fachpersonals bezüglich barrierefreier und behinderungsgerechter Arbeitsplatzgestaltung sowie personenbezogener Interaktionsprozesse bei dem betrieblichen Einsatz der blindenspezifisch qualifizierten schwer behinderten Frauen.
  4. Entwicklung eines standardisierten Assessments, welches im medizinischen Vorprojekt nicht im notwendigen Umfang entwickelt werden konnte, zur Auswahl geeigneter Teilnehmerinnen.
  5. Entwicklung eines bundesweit einheitlichen Leitfadens der blindenspezifischen Qualifizierung, der auch für die Akquise von Arbeitsplätzen Hilfsmittel sein kann.
  6. Ausbildung von mindestens drei Ausbilder/innen von MTU nach entwickeltem Konzept (Kosten werden von den beteiligten Unternehmen getragen).
  7. Durchführung von bundesweit drei Modell-Kursen und Abschlussprüfung mit jeweils mindestens zwei Teilnehmerinnen.
  8. Planung und Durchführung von PR-Maßnahmen bei Ärzten/innen, Kliniken, Kostenträgern, Krankenkassen und Dienstleistern der Arbeitsvermittlung zur Publikation des Tätigkeitsprofils.
  9. Entwicklung und Herstellung technischer Arbeitshilfen in enger Kooperation mit externen Technikern.
  10. Entwicklung der technischen Arbeitshilfe „barrierefreie Anamnese-Datenbank“.
 
Projektplanung:  
Projektplanung Ein Klick auf das Diagramm öffnet ein neues Fenster! (ca. 450 KB)
   
Discovering Hands® als Projekt abgeschlossen. 06. Oktober 2008/REs

Nach engagierter Arbeit der beteiligten Projektpartner im Projekt „discovering hands®“ werden zur Rehacare 2008 erste Ergebnisse veröffentlicht. 

Die vom Landschaftsverband Rheinland geförderte Arbeit im Projekt

discovering hands® -Palpationsdiagnostik der weiblichen Brust durch blinde Frauen“

hat planmäßig ihren Abschluss gefunden.

Nach zwei intensiven Jahren der Entwicklung von Inhalten, Hilfsmitteln und nach erfolgreicher Ausbildung mit zertifiziertem Abschluss von nunmehr sechs Medizinischen Tastuntersucherinnen (MTU) können erste Ergebnisse der Evaluation vorgelegt werden.

Zusammenfassend kann festgestellt werden:

  • Die vorsichtig erwarteten Projektergebnisse sind über die Maßen erreicht.
  • Das Engagement im Konsortium wurde, getragen von unterschiedlichsten Blickwinkeln und Anforderungen, mit außergewöhnlichen Resultaten belohnt.
  • Die Tätigkeit der MTU als medizinische Hilfskraft in gynäkologischen Praxen ist eine vollkommen neue Erfahrung für die blinden Frauen, für die untersuchten Patientinnen und auch für die Ärzte, in deren Verantwortung die MTU arbeiten.
  • Die Akzeptanz durch die Patientinnen ist durch die Intensität und persönliche wie zeitliche Zuwendung bei der Untersuchung überaus groß.
  • Die Ergebnisse der Tastuntersuchungen in den ärztlichen Praxen zeigen, dass das Auffinden von Veränderungen im Brustgewebe der MTU mindestens genau so gut, oft besser gelingt als einem ausgebildeten Mediziner.
  • Die Besonderheit des Tätigkeitsfeldes einer MTU liegt darüber hinaus darin, dass blinde Frauen ihre Behinderung zur Begabung machen können. Sie stehen in diesem Arbeitsgebiet nicht im Wettbewerb zu Sehenden, weil ihr Tastvermögen durch das langjährige Training in besonderer Weise ausgeprägt ist.
  • Die bisher ausgebildeten Medizinischen Tastuntersucherinnen wurden aus der Arbeitslosigkeit in das Berufsleben zurückgeführt. Die Unterstützung der Arbeitsagenturen und der Reha-Träger war dabei eine wichtige und hilfreiche Notwendigkeit. Diese auf eine breitere Basis zu stellen ist eine der zukünftigen Aufgaben aus dem Projekt heraus.
  • Die Ärzte, die bisher eine MTU eingestellt haben, waren dann erfolgreich und vom Sinn der Maßnahme zu überzeugen, wenn innovative Wege zur Verbesserung der Diagnostik als wichtiger Bestandteil der täglichen Aufgabe einer gynäkologischen Praxis gesehen und gelebt werden.

Detaillierte, auch statistische Ergebnisse werden nach Abschluss der von der Universitätsfrauenklinik Essen begleiteten Doktorarbeit voraussichtlich Ende 2009 veröffentlicht.

 


 

 
 

 

 

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Stand: 25.08.2010